Innovationsvorsprung durch erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer
Arbeitskreis Hochschule-Wirtschaft im Haus der Wirtschaft Südhessen
Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen, wies darauf hin, dass Südhessen ein High-Tech-Standort sei und gerade deshalb permanent auf Innovationen angewiesen sei: „Wir müssen ein günstiges Klima für Innovationen schaffen – sei es durch gut ausgebildete Fachkräfte, hohe staatliche und private F&E-Aufwendungen oder eine enge Kooperation zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir an unserer Risikobereitschaft arbeiten, wertorientiertes unternehmerisches Handeln praktizieren und technikfreundliche Gesetze verabschieden. Ich denke hier beispielsweise an eine Schonfrist für Patente, wie es sie in den USA schon seit Jahren gibt.“
Wissens- und Technologietransfer ist Folge einer zunehmenden Arbeitsteilung und Spezialisierung in der Gesellschaft. Weder ein Unternehmen noch eine Hochschule ist heute im Stande, eine aufwendige Technologie im Alleingang zu entwickeln, weil ihnen dazu Zeit, Personal, Ausstattung und Mittel fehlen. Zudem reicht es nicht länger aus, neue Produkte und Verfahren zu verstehen, anzuwenden und zu verbessern. Man muss sie auch weiterentwickeln, an lokale Erfordernisse anpassen und in bereits vorhandene Technologien integrieren können. Das führt zu einer Verschmelzung von Industrie und Dienstleistungen und zu einer langsamen Auflösung der Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung sowie zu einer neuen Synergie zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
Reinhold Stämmler
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