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Arbeitsrecht II

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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar

Darmstadt. Der derzeitige Anstieg der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 33.287 (+121) ist Folge des harten Winters und kein Anzeichen dafür, dass Unternehmen krisenbedingt größere Entlassungen vornehmen. Jedoch steht der Arbeitsmarkt trotz Kurzarbeit unter hohem Druck. Deshalb ist es wichtig, durch Neuregelungen bei Hartz IV mehr Menschen in Arbeit zu bringen. „Die anstehende Neuberechnung der Hartz-IV-Regelsätze muss dazu genutzt werden, vor allem für Kinder mehr Sachleistungen bereitzustellen wie etwa Schulessen, Bildungs- und Kleidungsgutscheine. Im Gegenzug ist der Regelsatz entsprechend zu senken. Dies hilft doppelt: Die Hilfe kommt dort an, wo sie gebraucht wird, und für die Eltern lohnt es sich eher, eine Beschäftigung aufzunehmen“, erklärte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Um die Ursachen der seit Jahrzehnten sich weiter verfestigenden Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, müsse die Einmündung Geringqualifizierter ohne Schul- und Berufsabschluss in die Fürsorgesysteme gestoppt werden. Viele der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger in Südhessen hätten keine Berufsausbildung, darunter besonders Menschen mit Migrationshintergrund. „Die dramatisch hohe Zahl gering qualifizierter Hartz-IV-Empfänger ist ein Alarmsignal an die Politik, Sprachtests und obligatorischen Förderunterricht vor dem Schuleintritt weiter auszubauen. Längst ist erwiesen, dass das Fundament erfolgreicher Bildung im frühkindlichen Bereich gelegt wird. Jeder spätere Reparaturversuch ist um ein Vielfaches teurer und weniger erfolgreich“, sagte Drechsler.

Südhessenweit gibt es derzeit rund 3.300 offene Stellen am ersten Arbeitsmarkt. Für jeden engagiert Arbeitsuchenden bietet sich damit in nahezu allen Berufen vom Ingenieur bis zum Hilfsarbeiter ein großes Feld an Beschäftigungschancen.
Über den Vermittlungsservice der Arbeitsagenturen hinaus sollte deshalb jeder Arbeitsuchende vor allen Dingen über Internet, Zeitung und mit Hilfe regionaler Netzwerke eigeninitiativ offene Stellen recherchieren. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, private Arbeitsvermittler einzuschalten, deren Tätigkeit über den sogenannten Vermittlungsgutschein von den Arbeitsagenturen im Einzelfall gefördert werden kann.


Reinhold Stämmler
06151/2985-43
E-Mail: pr.darmstadt@vhu.de

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