Schulentwicklung braucht Bildungsziele und Qualitätsstandards
Verband begrüßt politische Initiative
Die Zielsetzung der beiden Schulträger Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg, für die Jahre 2010 bis 2015 einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan zu erarbeiten, ist zu begrüßen.Über 120 Schulen mit mehr als 200.000 Schülerinnen und Schülern werden von den Regelungen in den nächsten fünf Jahren betroffen sein. Es ist deshalb ein wichtiges Signal für Schüler, Eltern, Wirtschaft, Wissenschaft und Investoren, dass die Region ihrer Absicht „enger im Bildungsbereich zusammen zu arbeiten, auch Taten folgen lässt“, sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Geschäftstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU).
Notwendig sind nach seiner Einschätzung jedoch die Vereinbarung überprüfbarer Bildungsziele, Qualitätsstandards und die Neuordnung der Schulbezirksgrenzen für weiterführende Schulen. Auch gelte es, alle Schulformen einzubeziehen, ganz besonders die beruflichen Schulen, sowie regelmäßige Bildungsberichte und ein systematisches Monitoring zu veranlassen.
Die Schulentwicklungsplanung muss allen Schülergruppen eine individuelle und frühe Förderung unterschiedlichster Begabungspotenziale ermöglichen.
Hierfür sind Schulprofilbildung zu unterstützen und die Anschlussfähigkeit von Schülerinnen und Schülern in Beruf und Studium zu verbessern. Dies gilt für Hochbegabte, aber auch für die große Zahl lernschwächerer Jugendlichen.
„Durch größere institutionelle Zusammenarbeit, intensivere Kooperationen mit Hochschulen und Firmen, verabredete Qualitätsstandards und freie Schulwahl innerhalb des gemeinsamen Schulentwicklungsplans, lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen“, meint Drechsler.
Reinhold Stämmler
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