Im Auswahlverfahren punkten
Wie setze ich mich bei einer Vielzahl von Bewerbern durch? Was muss meine Bewerbungsmappe enthalten? Wie bereite ich mich am Besten auf ein Assessment Center (CV) vor?
Vor voll besetzten Saal benannten Lisa Laudemann (Merck KGaA), Michael Schmidt (Adam Opel GmbH) und Frank Schauer (Deutsche Telekom AG) bei der Informationsveranstaltung „Im Auswahlverfahren punkten“ die wichtigsten Aspekte, die ein Bewerber im Vorfeld und während eines Bewerbungsgespräches beachten sollte.
Was sollte eine gute Bewerbungsmappe enthalten?
Anschreiben: Motivation (Warum möchte ich diesen Beruf erlernen?), wichtigste Punkte aus dem Lebenslauf aufgreifen
Lebenslauf: tabellarisch, lückenloser Zeitverlauf
Zeugnisse: letzten beiden Schulzeugnisse, Abschlusszeugnis, Arbeits-/Praktikumszeugnisse
Benennung von Ehrenämter + Nachweis
Foto: kein muss (Gleichbehandlung)
Weckt man anhand der Bewerbungsunterlagen das Interesse, ist der nächste Schritt, je nach Unternehmen, ein AC und/oder das persönliche Gespräch. „Auf ein AC kann man sich mit Hilfe des Internets vorbereiten, dort gibt es unzählige Tests zum Üben“, rät Lisa Laudemann der Merck KGaA.
Im persönlichen Gespräch ist es die Natürlichkeit, die zählt. „Man merkt schnell, ob ein Bewerber sich verstellt“, so Frank Schauer von der Deutschen Telekom AG. Auch sollte man gut begründen können, warum man diesen Beruf erlernen möchte und wieso es in diesem Unternehmen sein soll. „Einfache Erklärungen wie 'Das interessiert mich einfach' reichen da nicht. Der Bewerber muss zum Beruf passen, wir müssen merken, dass er sich mit dem Thema beschäftigt hat“, verrät Matthias Schmidt, saAdam Opel GmbH.
Alle drei Unternehmen sind sich einig, dass gute Noten nicht ausschlaggebend sind. Wichtiger sei, dass der Bewerber zum Ausbildungsberuf passt und sich gut ins Team integrieren kann. Auch unentschuldigte Fehltage seien in begrenzter Menge kein Problem, allerdings sollte es eine schlüssige Erklärung dafür geben.
Zum Abschluss weisen die Referenten noch darauf hin, dass ein Berufsweg oftmals nicht gradlinig verläuft und dass man die Probezeit (zwischen vier und sechs Monate) durchaus dazu nutzen soll zu schauen, ob die gewähalte Ausbildung wirklich zu einem passt.



