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Bericht vom 27.01.2010

hobit 2010 – Der erste Tag im darmstadtium

Wenn sich tausende Schüler gleichzeitig durch die Gänge des darmstadtiums drängeln, kann das eigentlich nur eins bedeuten: Es ist wieder hobit-Zeit! Bereits zum 14. Mal finden die Darmstädter Hochschul- und Berufsinformationstage statt und bieten den Oberstufenschülern von über 280 Schulen im Rhein-Main-Gebiet jede Menge Informationen zur Studien- und Berufswahl. Neben den Darmstädter Hochschulen, der Stadt Darmstadt und der Agentur für Arbeit ist diesmal auch die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Mitveranstalter.

Bereits kurz nachdem das darmstadtium um 8 Uhr seine Tore für die jugendlichen Besucher geöffnet hat, sind die langen Flure und Aufgänge voll mit Menschen. Aus allen Himmelsrichtungen sind die angehenden Studenten nach Darmstadt gekommen, um sich an den Ständen der südhessischen Unternehmen, Hochschulen und Verbände über ihre berufliche Zukunft zu informieren. Denn der Bekanntheitsgrad der hobit reicht mittlerweile weit über die südhessische Region hinaus.

Die neun Tagungsräume platzen darum aus allen Nähten. Besonders die Veranstaltungen zum Dualen Studium erfreuen sich großer Beliebtheit. So erzählt Prof. Dr. Wolfgang Wardenbach von den guten Erfahrungen, die er an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gemacht hat. Für ihn ist das Studium an der DHBW, das sich zu gleichen Teilen aus einer Theorie- und einer Praxisphase im Unternehmen zusammensetzt, eine sehr gute Bildungsinvestition in die Zukunft.

Wie um Wardenbachs Worte zu bestätigen, erzählen ein paar Stunden später drei junge Frauen vor voll besetzten Rängen von den vielfältigen Auslandserfahrungen, die sie im Rahmen ihres Studiums bei den Unternehmen Merck KGaA, Sirona Dental Systems GmbH und Evonik Röhm GmbH gesammelt haben. Denn egal ob in Tennessee, Sydney oder Lyon: Ein Aufenthalt im Ausland ist auch während des Dualen Studiums möglich.

Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs setzen immer mehr Unternehmen auf weibliche Mitarbeiter. Standen Frauen früher häufig vor dem Problem, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, bieten die hessischen Unternehmen inzwischen flexible Lösungen, damit sie trotz Kind berufstätig bleiben können. Bei Merck sind mittlerweile über 20 Prozent der Mitarbeiter weiblich; Tendenz weiter steigend. Besonders im Ingenieur-Bereich, bisher eine Männerdomäne, fassen immer mehr Frauen Fuß.

Aber egal, ob Ingenieur-, Chemie- oder Germanistik-Studium: An den Ständen der Darmstädter Hochschulen können sich die hobit-Besucher über mehr als 130 Studiengänge informieren. Hier findet jeder das richtige Angebot für sich. Denn das Besondere an der hobit ist, dass man nicht nur die Sichtweisen der Unternehmen kennen lernt, sondern direkt auch mit Studenten, Absolventen sowie Personal- und Ausbildungsexperten sprechen kann.
So geben zum Beispiel Sochenda Oum und Georg Rossrucker, die ihr Wirtschaftsinformatik-Studium bei der Adam Opel GmbH absolviert haben, überraschende Einblicke in ihren Beruf: „Wirtschaftsinformatiker sind keine Programmierer“, sagt Rossrucker. Und Oum fügt hinzu: „Ich selbst hatte nur Informatik in der Schule und habe mir mein gesamtes Wissen erst im Studium angeeignet.“

Oum und Rossrucker haben geschafft, was vielen Besuchern der hobit 2010 erst noch bevorsteht: Sich für ein Studium zu entscheiden  und es dann auch motiviert und zielstrebig zu beenden. Weil aber bereits bei der Studien- und Berufswahl die späteren Karrierechancen eine wichtige Rolle spielen, erklären Vertreter der Döhler Group, der Deutschen Amphibolin-Werke und der Schenck RoTec GmbH zum Abschluss des ersten Tages, welche Berufsperspektiven und Karrierechancen Absolventen nach einem erfolgreichen Studium in den Unternehmen haben. Denn schließlich gilt es schon früh, die jungen Leute für eine Ausbildung oder ein Studium zu begeistern, um die Führungskräfte von morgen zu gewinnen. Wer mehr über seinen Traumjob erfahren will, hat noch bis Donnerstag, den 28. Januar, die Möglichkeit, sich auf der hobit zu informieren oder seine Wünsche per Mausklick an die Fanpage „Sprungbrett Südhessen – Deine Zukunft fest im Blick“ auf Facebook zu mailen.

Mehr Eindrücke von der hobit 2010 gibt es unter www.agvda.de oder  www.hobit.de.

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